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intro beitragIn ehrendem Gedenken meinem Bergkameraden

Das Wetter an diesem Novembertag ist schön, sehr schön! Es ist klirrend kalt, aber die Sonne scheint und lässt die überfrorene Landschaft glitzern.
Mein Blick schweift rüber zu den Affensteinen, zu den Schrammsteinen, zum Falkenstein. Was ist das für ein wunderschönes Gebirge!
"Ä Träumsch'n", würde Volker sagen!

Der leichte Weg ist heute schwer, der sanfte Berg gefühlt hoch.
Es war Almuths Vorschlag, diesen Weg an diesem Wochenende zweimal zu gehen, morgen würde es hier richtig voller Menschen sein, es wäre kaum Raum für den Schmerz, für die Trauer, für den letzten würdigen Abschied von meinem langjährigen Bergkameraden.

Und so steigen wir an diesem Samstag gemeinsam auf den Gipfel der Hohen Liebe, hin zum Bergsteigerehrenmal, an dem jährlich zum Totensonntag, einst die gefallenen, nun aber auch die im Jahr am Berg gebliebenen oder im Laufe des Jahres verstorbenen Bergsteiger geehrt werden, ihnen gedacht wird.

Wir sind nicht die einzigen, nicht die letzten heute, auch andere wollen hier oben allein sein, legen Kränze und Gebinde oder einfach nur Blumen ab, verharren.
Almuth macht, wozu ich vor Schmerz nicht in der Lage bin, bringt den Kranz an, mit dem ich Volker die letzte und in meinen Augen als Bergkameraden höchste Ehre erweisen möchte: sein Namen soll für alle sichtbar für viele Wochen hier oben stehen, er soll diesen besonderen Platz in seinem Lieblingsgebirge, wie er es oft nannte, haben.

Lange stehe ich noch da oben, schaue auf den wunderschönen Kranz mit dieser traumhaften Landschaft im Hintergrund, viel zu schön für diesen traurigen Anlass – dann steigen wir ab.

Am Sonntag sind wir wieder hier oben, zahlreiche Kränze, Kerzen, Gebinde und Blumen sind inzwischen dazugekommen Tatsächlich ist es richtig voll. Almuths Idee war gut, wir hatten alles richtig gemacht.

Die traditionelle Ehrung, die Trauerfeier selbst aber fällt aus. Der Bergsteigerchor Bergfinken löst sich wieder auf, singt nicht. Ein Rettungshubschrauber hatte uns schon im Aufstieg einen Zwischenfall ahnen lassen, nun wurde klar: ein unbekannter Bergfreund erleidet im Aufstieg einen Zusammenbruch und stirbt.
Alle werden höflich gebeten, den Berg zu verlassen …

Wir steigen, berührt von der Trauer um Volker und bedrückt von diesem Erlebten, ab, wandern noch einige Kilometer durch das Gebirge, genießen die traumhaft schöne Bergwelt.

Noch immer fühle ich mich schwermütig, bedrückt, aber kann zunehmend durchatmen - ich habe meinen ganz persönlichen Abschied von meinem guten Freund genommen, ihm die höchste Ehre erwiesen, die man einem sächsischen Bergsteiger erweisen kann.

Das war das Mindeste und für mich persönlich Wichtigste, was ich für Volker noch tun wollte!

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